es ist total verrückt wie schnell sich die Landschaft um einen herum verändert obwohl man sich ja nur durch eigene Kraft bewegt, also eigentlich ziemlich langsam unterwegs ist. Durch Auto, Flug oder Zugreisen ist man es ja gewöhnt, dass man irgendwo einsteigt um dann irgendwo an dem andersartigen Ort wieder auszusteigen.
Beim Radfahren ist dies irgendwie anders, weil man sich die ganze Zeit direkt in dem Wandel der Umgebung befindet. Man kann es manchmal selbst gar nicht glauben, dass man in dem einen Moment noch am Bodensee sitzt, um dann am nächsten Tag am Fuße der Berge in Chur zu Bett zu gehen, ja und heute wurde es ernst. Etwas was ich noch nie gemacht habe und eigentlich auch mit dem Auto schon nie gerne getan habe.
Wir müssen nun die Berge hinauf und zwar zunächst noch über Waldwege und Seitenwege. Der Rhein jetzt nicht mehr neben uns, sondern in der Schlucht weit unter uns. Teilweise müssen wir schieben und nicht nur der Steigung wegen. Dann geht es den Pass hinauf. Wir sind aufgeregt aber nicht nur das erhöhte unseren Puls. Gerne wären wir hier ohne unser Gepäck unterwegs. Es bringt Spaß, ist aber auch meeega anstrengend. Ich glaube ich habe noch nie so viel geschwitzt.
Jetzt sind wir die Verrückten, die sich da hoch quälen, die wir früher immer nur aus dem Autofenster gesehen haben. Es war aufregend und jeder musste sein eigenes Tempo machen und ja! stellenweise musste geschoben werden – aber das Gefühl dann oben angekommen zu sein war erhebend. Berge sind schon toll, so groß so mächtig, sie laden dazu ein tief einzuatmen und still zu halten. Man wird auf eine andere Größe und Wichtigkeit reduziert….einfach schön, wir genießen den Tag.
Unsere Unterkunft war wieder eine gute Wahl und wir haben eine Badewanne, das ist unschlagbar und wird die geschundenen Oberschenkel wieder beruhigen.
Wir sind noch etwas skeptisch wie es morgen weiter gehen soll. Die Wetterprognose ist nicht so doll. Und so ein Tag in den Bergpässen bei Regen und tief hängenden Wolken sicherlich nicht so ungefährlich.














Alle Achtung, das ist schon eine tolle Leistung, aber irgendwo geht es
dann doch auch wieder abwärts ? Und in welchem Land ? Das ist echt
spannend mit euren Plänen. Kein Wunder, dass die Bergbewohner so deftig
essen, sie verbrauchen einfach so viel Energie. Hoffentlich esst ihr
nicht nur Knäcke und Käse. Weiterhin viel Mut und Freude bei eurer Tour.
Grüße
Grüße von Marianne
Wem wird denn da die freche Zunge herausgestreckt? Ja, ich bewundere Euch über alle Maßen für Eure Courage und den Mut, sich selbst bis ins tiefste Winkelchen zu erfahren (wie schön, dass deutsche Wörter häufig einen doppelten Sinn enthalten). Chapeau!!
Ich freue mich auf Eure nächsten Erlebnisse.
Herzliche Grüße
Birgit aus Berlin
Ich wünsche Euch weiterhin viel Spaß und Ausdauernd schicke ein fröhliches Grüezi 🙂
Liebe Grüße Susi