das ist unser heutiger Plan. Wir machen uns auf den Weg nach Genf, um ans dann mit der Rhone vom Genfer See wieder zu entfernen. Montreux und Lausanne haben uns sehr gefallen. Der zweite Teil des Genfer Sees ist an der Seeseite verbaut und der Radverkehr wird nur auf der Schnellstraße weitergeleitet. Das ist nicht sooo schön, deshalb steigen wir kurz entschlossen in einen Nahverkehrszug Richtung Genf, das dauert nur knapp 30 Minuten.

Dort werden wir von wirrem Straßenverkehr, Presslufthämmern Strassenbahnen und Polizeisirenen begrüßt…. eigentlich stand noch Kultur auf dem Programm, wahrscheinlich sind wir zu runtergefahren um das auszuhalten. Ich vermisse die Kirchen und Kuhglocken und den Weitblick.

Überall Menschen und zwar viele, Genf ist sehr dicht bebaut es leben also viele auf engem Raum. Dann diese Hektik. Es gibt in Genf unzählige wichtige internationale Institutionen, allen voran die UNO, daher gibt es auch viele Menschen in Anzügen die wiederum natürlich auch unzählige wichtige Termine haben. Irgendwie ist diese Stadt schnell, zu schnell für uns daher nur ein Beweisfoto dass wir da waren. Damit verlassen wir auch die Schweiz. Die Schweiz ist eigentlich ein sehr spannendes Land. Drei Sprachen (deutsch, französisch, romanisch) alles super organisiert (die Bahn ist immer pünktlich), Essen gut alles gut – aber. Die Schweiz ist wirklich teuer.


Oftmals schlucken wir bei den Preisen, 3,50 Franken für eine Kugel Eis (EUR 3.20), eine normale Pizza 21,00 Franken (EUR 20,00) ein Glas Wein 8,00 Franken (EUR 7.50) und das in normalen Orten. Daher freuen wir uns jetzt wirklich auf Frankreich.

Heute gilt es noch ein paar Restausläufer an Steigungen zu bewältigen. Was soll ich sagen, immer wieder die Entscheidung, steil schieben mit 20kg Gepäck oder endlose Serpentinen nach oben kurbeln. Alles grenzwertig, wird auch wieder ordentlich geflucht und in Gedanken das Fahrrad in den nächsten Graben gestoßen oder nach Genf zurück und nach Hause.

Alles ist schnell vergessen, hat man es dann geschafft. Wir haben Glück und eine kleine Ferienwohnung mieten können. Genießen den Freiraum die kleine Terrasse und den netten Kontakt zu den Vermietern. Gold wert auch wieder die Badewanne.

Morgen kommt nochmal ein bergiger Tag. Danach sollte sich die Landschaft um die Rhone herum beruhigen und ich mich dann auch 😉

Gestärkt nach einer guten Nacht und einem internationalem Frühstück mit französischen Wanderern, australischen und italienischen Motorradfahrern und der Betreuung unserer französischen Gastfamilie mit Bernhardiner, hatten wir einen positiven Start in den Tag. Dass es jetzt heute vormittag noch einmal sportlich in die Pedale ging, war uns klar, und los ging es. Belohnt wurden wir durch unsagbar schöne Ausblicke.

Man trifft nun vermehrt auf „ViaRhona“ Pilgerer, die in Genf gestartet sind und ans Mittelmeer radeln. Gerne baden wir in den anerkennenden Blicken, wenn wir erzählen wie lange wir schon unterwegs sind ;-). Ein Schweizer Ehepaar und ein zusammenradelndes italienisches Pärchen, die sich eigentlich auch nur während des Radeln zusammen getan haben, treffen wir nach der geschafften Steigungsstrecke beim Kaffee. Interessant die verschiedenen Beweggründe zu hören, warum man sich son auf den Weg macht.

Nun nach Clarafond wird es wieder zum Genussradeln. Gut ausgebaute Radwege durch wunderbare Landschaft, leicht Flussabwärts der immer breiter werdenden Rhone entlang. Wir kommen gut voran. In Belley finden wir eine günstige Unterkunft (dass hier ein Kino im Haus ist bemerken wir erst später 😉 Aber wir haben schon geschaut, es gibt keine Nachtvorstellung)….

Ein Gedanke zu „Frankreich wir kommen…..

  1. Super, dass ihr durchgehalten habt, nun die Belohnung. Die Landschaft
    ist ja wirklich traumhaft schön, und das Wetter macht auch mit. Wie
    gut, dass ihr mit den Unterkünften so ein Glück habt, das gibt ja auch
    neuen Schwung, und auch der tolle Schokoladen !! Und mit der Sprache
    klappts auch wieder ?? Weiterhin viel Freude.

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