lassen wir uns weiter in dieser, jungen, quirligen und bunten Stadt treiben.

Heute zieht es uns an den Strand von Barcelona. Hier liegen Yachten, die Vermögen wert sind. Die Statue von Christoph Kolumbus zeigt mystisch und mahnend in die Ferne. Wo liegt unser nächstes Ziel fragen wir uns. Schaffen wir es wieder so eine tolle Reise zu machen.

Wir saugen die letzten Eindrücke auf und haben im Hinterkopf schon langsam die Vorbereitungen unserer morgigen Abreise.

Die Kartons stehen bereit und wir beschließen nach Rückversicherung auf beiden Naviprogrammen (es sollen nur 18km zum Flughafen sein) zeitig aufzustehen und die Pappen aufs Rad zu schnallen um die Verpackung der Räder dann am Flughafen vorzunehmen.

Es wurde das finale Abenteuer. Das Navi (nächste Tour wird es ausgetauscht) lässt uns qualvolle 38 km fahren. Die Zeit wird knapp und bis wir dann letztendlich am Terminal sind fließt sie uns durch die Hände.

Alle Planung dahin. Im Megastress versucht unsere Verpackungsplanung durchzuführen. Pappen zu instabil, Klebeband klebte nicht, Verletzungen mit dem Cuttermesser, wir waren die einzigen, die noch nicht eingecheckt haben…., final rettete uns der Mitarbeiter an der Wrapping Maschine, der es als persönliche Herausforderung sah uns mit unseren ungetümen, instabilen Verpackungen zu helfen und einer Eurowingsmitarbeiterin am Schalter, die auch ohne Englischkenntnisse erkannte wie bedürftig wir waren.

Die umschnürten undbeklebten nicht mehr als Karton geschweige denn als Fahrrad erkennbaren Gegenstände wurden an der langen Schlange des Sperrgutgepäckschalters von hinten durchgeschleust und wir wurden die Treppe hoch zur Sicherheitskontrolle gescheucht. In verschwitzten Fahrradklamotten und mit hochroten Köpfen waren wir dann die letzten, die ins Flugzeug stiegen.

Erschöpft saßen wir in unseren zum Glück im online check in gebuchten Sitzen der ersten Reihe und strecketen die Beine von uns und mussten albern lachen. Und wie verrückt ist es überhaupt. Da radelt man 4 Wochen herum um ein Ziel zu erreichen, um dann in zwei Stunden zurückzufliegen.

Auch am Hamburger Flughafen haben wir Glück. Wir müssen die Räder nicht zusammenbauen – wir können den einzigen Kombifahrer bitten die beiden Unförmigkeiten und uns mit Sack und Pack in Niendorf abzusetzen.

Jetzt brauchen wir etwas Zeit um zu glauben was wir alles erlebt haben. Zum Glück haben wir vieles für euch aber auch für uns hier aufgeschrieben. Den Rest behalten wir im Herzen. Wir sind dankbar für jede Minute auf dieser Reise.

2 Gedanken zu „An unserem letzten Tag…

  1. Was Besonderes an solchen Abenteuern ist – man wundert sich, mit was man alles so fertig wurde, was man ausgehalten hat, welche Strapazen man weggesteckt hat. Aber noch viel mehr zählt: die Menschen, denen man begegnete, die Hilfe, die man erfahren konnte, etc.(Flughafen,Verpackung) Und die unglaublichen Eindrücke, die von der Natur geboten wurden und die man direkt auf der Haut gespürt hat. Bravo an Euch = Lilly

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