so viele Naturgewalten auf einmal. Gestern noch das stundenlange Fahren bei Dauerregen und Gewitter, Nebel und heute das!!!

Das Gewitter hielt die ganze Nacht an, es schien sich einfach hin und herzudrehen, Donner und Blitz waren laut und ungebremst durch den Hall in den Bergen. Beim Aufstehen waren wir skeptisch. Ein Start zum Pass bei dem Wetter eigentlich unmöglich. Es regnete und der Nebel hing tief. Mit Kaffee und Croissant bewaffnet setzten wir uns auf die Terasse zur Straße hin. Nach und nach setzte Wind ein, der die Wolken beiseite trieb.

Ein Regenbogen gab uns das Signal: es kann losgehen. Kaum saßen wir auf den Rädern ging es auch gleich wieder stetig bergauf. Und zwar nur bergauf, nichts zum Schwungholen zwischendurch.

Und als ob dies noch nicht reichte, kam der oben erwähnte Wind immer stärker hinzu. So starken Wind habe ich noch nie erlebt. Kam er von der Seite musste man aufpassen nicht in die Gegenrichtung oder gar den Abhang hinunter geweht zu werden. Das Gute bei der Fahrt durch die Serpentinen ist, dass der Wind halt mal von allen Richtungen kommt. Mal treibt er einen mit Rückenwind voran und mal hat man das Gefühl man klebt am Boden fest.

Das ist also der Passo della Ciso 😉 Innerhalb von drei Stunden kurbel wir uns rund 1000 Höhenmeter nach oben. Immer begleitet mit starken Windböen, die einen zwingen die ganze Zeit das Lenkrad zu beherrschen und fest unter Kontrolle zu haben. Teilweise unterteilen wir die Strecke in 1000m Abschnitte, weil der Wind einfach so anstrengend ist.

Ein unglaubliches pures Naturerlebnis!

Oben angekommen können wir es gar nicht glaube, aber wir haben es tatsächlich geschafft trotz Sturm und jeweils vollbepackten Rädern.

Nun rollen wir in die Toskana rein, der Wind bleibt und es wird kalt. Wir ziehen übereinander was wir haben und vermissen Handschuhe ;-).

Wir bleiben heute Nacht in Pontremoli, haben wieder Glück mit der Unterkunft und freuen uns auf Windstille und Bett.

Ein Gedanke zu „So etwas haben wir noch nie erlebt….

  1. Ihr habt meine absolute Hochachtung für die Leistungen, die Ihr täglich vollbringt. Besonders, wenn ich so erlebe, was der eigene Körper nicht mehr will bzw. nicht mehr kann.
    Bon courage für Eure weiteren Ziele, Überraschungen und Überwindungen. Ich begleite Euch gern auf Euern Bildern und Texten.
    Eure Birgit

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert