wir starten in Mantova, verlassen unser Domizil mit Pool und Hund Simba.
Am Anfang unseres Urlaubes fuhren wir präzise nach vorgefertigten Routen und Karten, danach orientierten wir uns an Straßenschildern für Radfahrer. Ab heute gibt es gar nichts mehr. Wir fahren sozusagen „freestyle“ Das bedeutet wir und unser Navi suchen uns die Wege von einem Ort zum anderen. Hört sich einfach an, ist es aber nicht!!
Also heute von Mantova nach Parma, der Stadt des Parmaschinkens und des Parmesankäses.
Wir hatten uns wirklich gut vorbereitet, aber die italienischen Landstraßen sind eine echt anspruchsvolle Aufgabe für uns Radfahrer. Es gibt keine Radfahrstreifen und die Strecke nach Parma scheint auch ein Autobahnzubringer für die ganzen Laster zu sein. Diese fuhren so schnell an uns vorbei, dass man stellenwiese keine Luft mehr bekam oder das Gefühl bekam von ihnen aufgesaugt zu werden. Dabei kam die Überquerung des Po´s fast zu kurz.
Es war emotional so anstrengend und stellenweise sicher auch gefährlich, bei der Hitze die ganze Zeit mit Helm einfach blöd zu fahren. Immer nicht sicher, dass man irgendwie zu viele km reißt um das Ziel zu erreichen. Keine optische Motivation, aber auch keine Option nicht weiter zu fahren….“
Wir kämpfen uns durch und wir sind es auch, im wahrsten Sinne des Wortes, durch als wir in Parma ankommen. Wir sind froh über ein Holiday Inn Hotel am Stadteingang. Man lässt uns Pizza per Lieferdienst kommen, da das Restaurant wegen Corona noch geschlossen hat. Dennoch sind wir froh unser Ziel erreicht zu haben und genießen in diesem Fall die Standards einer großen Hotelkette. Auch hier strenge Hygieneregeln.
Wir versuchen uns auf den nächsten Tag vorzubereiten. Es scheint, dass wir morgen auf die Eurovelo 5 stoßen können. Das würde dann wieder einen roten Faden in unsere Tour bringen.
Auch dieser Tag wird ein Kampf, haben wir beide tatsächlich die ganze Zeit bei Gebirge nur an die Alpen gedacht, leider haben wir es nicht auf dem Plan gehabt, um in die schöne Toskana zu kommen gilt es ein weiteres Gebirge zu bewältigen nämlich die Apenninen unsere Hürde zur Toskana…. und uns war schon so nach Meer und Lavendelhügeln ;-( Autsch!!! „
Um es kurz zu machen wir geraten nicht nur in permanente Steigung, sondern auch noch in Gewitter Blitz, Donner und vor allen Dingen auch Nebel. Können an einen guten Ausgang des Tage gar nicht glauben. Suchen immer wieder nach Schutz vor dem Donnergrollen und der Blitze. Kurzzeitig haben wir auf einem Friedhof unter dem Torbogen verweilt. Einmal wieder hatten wir Schutz unter einer Bushaltestelle. Dennoch ein Anruf in einem unscheinbaren Gasthof, ganz viel Freundlichkeit, Platz für die Räder nicht vorhanden, dann also mit aufs Zimmer, Müllbeutel klemmte man uns dafür unter den Arm, ließ alles gut ausgehen.
Ein sensationelles Abendessen in dem voll ausgebuchten Restaurant. Um hier zu essen sitzen bei schlechtem Wetter viele trotzdem draußen, alle voll gestylt, wir in Jack Woflskin Pullis ein völlig unerwarteter Ausgang des Tages.
Hoffentlich ist bis morgen alles trocken und wir schaffen den Passo della Cisa.

















Nicht aufgeben. Es wird noch wunderschön. Ich freue mich jetzt schon auf euren nächsten Bericht. Ciao = Lilly
Aufgeben ist keine Option 😄