… unser erster ganzer Spanientag hat auch die Überquerung des ersten Passes mit diversen Höhenmeter auf dem Programm.

Anfangs war alles noch ganz human und idyllisch, weil es an einer Eisenbahntrasse entlang lief. Dass es noch knackig werden würde ahnten wir, weil wir für die gefahrenen Streckenkilometer zu wenig Höhenmeter schafften – verdrängten es aber doch irgendwie.

Plötzlich war sie da die erste Steilhang Steigung – sogar mit Hinweisschildern. Nun ging die Schlacht los. Die Uhr zeigte 12.21 um 17.56 hatten wir den Pass geschafft. In diesen fünf Stunden ging es praktisch nur bergauf. Wir starteten bei 58 Meter Höhe und der Übergang lag bei 850 Meter.

Zwischendurch immer wieder kurze Wege nach unten in die Dörfer dann wieder steil nach oben. Irgendwann mussten wir nach jedem Kilometer eine kurze Pause einlegen. Dann alle 500 Meter, dann nur noch schieben.

Ja und irgendwann hatten wir es geschafft. Auch wenn es zwischendurch unschaffbar schien. Wir sind uns einig, es war wohl einer der anstrengensten Auffahrten seitdem wir Radtouren machen.

Warum wir nicht zwischendurch ein Hotel genommen haben? Na ja hier gibt es einfach nicht an jeder Ecke eine Übernachtungsmöglichkeit. Es ist auch eine unbeschreibliche tolle, wilde Natur und eine unglaubliche Blütenpracht kaum zu glauben wie intensiv das Vogelgezwitscher hier ist.

Das was uns heute aber wirklich beeindruckt hat war, dass wir es dann doch bis Irurtzun geschafft haben. Daran war nicht unwesentlich beteiligt ein Radfahrerpaar, das uns entgegenkam. Diese versicherten uns, gerade selber den Weg aus der anderen Richtung bewältigt zu haben, „wenn ihr noch eine Stunde durchhaltet, geht es nur noch bergab“.

Ein Hotel im Industriegebiet ist heute unsere Unterkunft, keiner spricht irgendetwas außer spanisch (was wir beide nicht sprechen). Die Bar im Hotel gerappelt voll von Handwerkern auf Montage. Es gibt ein Menü welches wir zweimal nehmen da alles andere zu komplziert wäre. Vorspeise Lasagne (!), dann ein Steak mit Pommes und zum Schluß ein Stück Kuchen dazu ein Flasche Rotwein und eine Flasche Wasser und zum Schluß zwei Espressi. Alles schmeckt super und kostet EUR 25.30 also zusammen für beide. Wir staunen und fallen ins Bett.

Ein Gedanke zu „Das kostet uns viel Kraft…

  1. Das ist wirklich unfassbar was ihr geleistet habt in der faszinierenden Wildheit der Natur, da könnt ihr behaupten ihr habt Höhen und Tiefen erlebt miteinander. Hoffentlich wird die Strecke, die vor euch liegt, ein bisschen „wadenfreundlicher“.
    Ich wünsche euch einen schönes Geburtstagsessen und viel Spaß.
    Viele Grüße aus dem auch recht warmen Norden. ❤️😍

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