… aber das können wir tatsächlich erst am Ende der heutigen Tour feststellen.

Bis dahin haben wir noch harte Arbeit vor uns. Unser Start in Saalfeld beginnt ziemlich umgehend mit einer 12% igen Steigung, die für uns mit 20kg Gepäck zunächst Schieben bedeutet. Es regnet genau wie die vier vorherigen Tage ununterbrochen und kalt ist es jetzt auch noch.

In einem ständigen Auf- und Ab radeln wir durch den Naturpark des Thüringer Schiefergebirges der oberen Saale.

Beeindruckend war der Stausee Hohenwarte, der mit einer 75m hohen und 412 langen Staumauer festgehalten wird. Zweck des Stausees ist der Hochwasserschutz, die Betriebswasserversorgung sowie die Elektrizitätserzeugung und -speicherung. Diese Saalekaskade ist 80km lang und wir werden außer diesem Abschnitt auch noch die Bleilochtalsperre sehen. Dieser ist übrigens in Deutschland der Stausee mit dem meisten Fassungsvermögen. Aber so weit sind wir noch nicht.

Wir fahren über Drognitz Richtung Altenroth, die Serpentinen fordern uns schon einiges ab, zumal die Temperatur auf 4 Grad fällt. Trotzdem bleibt Zeit zum Staunen über diese Landschaft hier, sie erinnert irgendwie an Norwegische Fjorde.

Nach einer rasanten Abfahrt erwartet uns in Altenroth eine kleine Fähre, die zum Glück seit dem 15.4. wieder fährt (erspart 30km Bergfahrt), um uns in 5 Minuten nach Linkenmühle überzusetzen. Na klar erwarten uns nach der Abfahrt auf der anderen Flussseite wieder die gleichen Höhenmeter nach oben zu unserem heutigen Etappenziel Ziegenrück.

Ohne viel Diskussion und falschem Ehrgeiz beenden wir unsere heutige Tour nach sportlichen 45km.

Es wird heller am Himmel, vielleicht haben wir morgen Chance auf ein paar Sonnenstrahlen. Heute müssen wir uns erstmal ordentlich aufwärmen und regenerieren.

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