… wir verlassen Passau an der hinter uns gesperrten Hauptstraße Richtung Obernzell. Das Wetter lässt uns leider wieder im Stich, aber wir wollen euch mit unserem „Radeln in the rain“ auch nicht langweilen 😉

Heute geht es entlang der Donauschlinge Schlögener Schlinge. Sie ist eine geologische Besonderheit, hier die offizielle Formulierung von Wiki:

Zitat:

„Die Donauschlinge oder Schlögener Schlinge, wie sie auch genannt wird, ist eine geologische Besonderheit. Im Tertiär grub sich die Donau ein mäanderförmiges Flußbett durch die weiche Schotterschicht und mußte dieses aufgrund des harten Grantitgesteins beibehalten. Später hob sich die Landmasse und grub die Donau bis zu 300 Meter tief ein. Auf diese Art entstand bei Schlögen in Oberösterreich ein enges Tal, wo die Donau fast einen Kreis bildet. Die unterschiedlichen Härte der Gesteinsarten und die Erosion taten ihr übriges: die berühmte Donauschlinge entstand.“

Da es mal rechts von der Donau oder links von der Donau und somit auch für den Donauradweg zu Einschränkungen durch Felsabgängen aufgrund der rauen Natur kommt, werden wir immer wieder durch gut organisierte Radfähren von links nach rechts ans Ufer gebracht, an dem das Radeln möglich war.

Beim Warten auf die Fähren (immer so 5 bis 10 Minuten) kommt es auch zum regen Austausch zwischen weiteren Radlern, die man unterwegs getroffen hat. Ja es gibt auch noch andere, die diese Art von Reisen so leidenschaftlich lieben wie wir. Diesen Tag begleiten uns ein Vater und dessen Lebensgefährtin sowie der Sohn. Der Vater ist Iraner, sie kommt aus Berlin und leben beide in der Nähe von Paris wo auch der Sohn studiert, der jetzt aber nach China geht weil seine Freundin aus China kommt. Im Kleinen gibt es schon lange keine Granzen mehr…

Wir übernachten heute kurz hinter Aschach.

Die Nacht war trotz bester Vorrausetzungen nicht so doll, wir vermuten, dass eins dieser Flusskreuzfahrtschiffe am Steg geankert hat. Dieses Turbinenbrummen hat es uns leider den Schlaf geraubt. Trotzdem lassen wir uns von den paar Sonnenstrahlen motivieren für den nächsten Abschnitt an der Donau.

Wir starten in Aschach zunächst nach Linz, relativ schnell waren die Handschuhe wieder am Start. Aber es rollt, zuächst dachten wir wären (jetzt endlich) extrem zu Kräften gekommen, aber es lag an dem kräftigem Rückenwind aus Westen der uns östlich an der Donau voran trieb.

Linz lassen wir schnell hinter uns, diesmal fahren wir nicht durch die Innenstadt, weil wir es vor zwei Jahren schon gemacht haben. Begleitet von Regen und Hagelschauern rollen wir nach Mauthausen, steigen für 3 Stationen in einen Regionalzug bis Grein um dem uns folgenden schlechten Wetter mit Hagel zu entfliehen. Von Grein radeln wir dan direkt an der Donau bis Ybbs um von dem netten und unkomplizierten Inhaber des Landgasthofes mal eben ein Upgrade auf die Suite zu erhalten, weil er das was wir mit den Rädern so vorhaben toll findet.

So kommen wir uns heute Abend vor wie Königin und König – und morgen geht es dann wirklich Richtung Alpen. Wir haben wie immer Respekt (aber auch Vorfreude) !!!!

3 Gedanken zu „Weiter entlang der Donauschlinge…

  1. Dina komal, gute nacht Königään 😉
    Kuss Tochter
    ps. wir sind ganz schön stolz auf euch und freuen uns für euch mit, wenn das Wetter bald etwas wärmer wird.

    Jani + Piet

  2. Danke für die Bauernregel. Muss eine süddeutsche sein, weil hier sind es die Enten. Nun ja, die Schwäne passen auch gut zu der folgenden Suite. Gute Weiterreise. Ciao

  3. Danke für die eindrucksvollen Bilder incl. Geburtstag. Im Vergleich zu Eurer Reise in die unendlichen Weiten war ich im nahen Potsdam zu vielen kleinen Sehenswürdigkeiten unterwegs. Die Sonne wagte sich immer wieder hervor und schubste die Regenwolken weg.
    Fahrt auch Ihr weiter der Sonne entgegen und genießt, was Euch geboten wird. Insbesondere freue ich mich über Euren Blick fürs Kleingetier.

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