… unser heutiges Hotel, das Inatel Oeiras, ist zwar schon etwas in die Jahre gekommen ist aber wie ein Motel aufgebaut. Das heißt mit den Rädern kann man praktisch direkt in das Zimmer fahren. Keine Treppen, kein Fahrstuhl sehr angenehm. Wir haben eine Terrasse mit ganz kleinem Gartenstück. Im Restaurant der Anlage gibt es Buffet. Also auch sehr leicht für uns.

Der einzige kleine Haken – es gibt kein Internet in den Zimmern. So gehen wir früh ins Bett und schlafen lange – auch gut. Der Morgen ist frisch, doch über dem Meer ist schon der blaue Himmel zu sehen. Heute geht es nach Lissabon und dann mit einer Fähre über den Tejo. Zum Glück hat uns ein einheimischer Kellner noch einen Tipp gegeben, so können wir zunächst direkt am Wasser an einer Strandpromenade weiterfahren. Der Zugang war im Hotelgelände.

Der Wind ist wieder unser Freund heute 🙂 Teilweise ist die Wegfindung kompliziert da der Verkehr auch heute sehr stark ist. Wir erreichen Lissabon um die Mittagszeit. Da wir den Track nicht verlassen wollen sehen wir natürlich nur einen Bruchteil von Lissabon. Doch auch dieser kurze Zeitraum ist schon vollgepackt mit Eindrücken, die uns heute am Abend vieles recherchieren und nachlesen lassen, somit hat man auch auf diese Art einiges über diese Stadt gelernt.


Die Überquerung des Tejo lässt uns dann auch endgültig Abschied nehmen vom Atlantik, der uns eine unbändige Freude war in den letzten Tagen. Heute werden wir unseren „roten Faden“ die Eurovelo 1 verlassen und dann praktisch ungeführt Portugal Richtung Spanien queren.

Unsere Vermutung bestätigt sich schnell, durch unseren Weg ins Landesinnere und die eigene Streckenführung mit Hilfe von Google verändert sich gerade etwas wesentliches. Es ist nicht mehr so, dass wir ständig anhalten und Ohhh und Ahhh rufen, sondern wir müssen km „schrubben“ um von A nach B zu kommen.

Gelernt haben wir, dass wir diese Tracks auch das eine oder andere Mal nachkorrigieren, denn Googlemaps führt uns dann auf Sandwege neben der Autobahn, die weder befahrbahr noch beschiebbar sind. Wir lernen unsere Navis neu zu regulieren. Wir können dort Vermeidungen einstellen. Also „schmale Pfade“ rausnehmen, „schmale Strassen“ auch raus. Dann führte uns der Weg endlich an einer Hauptstraße entlang – der Schwerlastverkehr war uns dann tatsächlich egal, dank des breiten Seitenstreifens – wir waren nur froh mit Asphalt unter den Rädern weiterzukommen.

Wir genießen einen Espresso mit Truckeratmopshäre an der Hauptstraße und freuen uns unsere überraschend idyllische Unterkunft kurz hinter Landeira zu erreichen. Eine kleines familiengeführtes Bed and Breakfast, es wird für uns Radler noch eine frisch gekochte Bolognese aufgetischt, sorgt für unsere Regeneration. Ganz lustig am Rande: der brasilianische Mitarbeiter der Pension, der uns empfing, erzählte nachdem er unsere Ausweise sah, dass er großelterliche deutsche Wurzeln habe und ob ich denn wissen würde, wie man auf Deutsch seinen Nachnamen aussprechen würde.

Ich war fassungslos, als ich seinen Ausweis sah 😉 er hieß tatsächlich SCHROEDER.

Ein Gedanke zu „Unser Weg nach Lissabon …

  1. Eure Reise weckt teilweise schöne Erinnerungen bei mir, Lissabon z.B., die beiden Türme, die nach so langer Zeit viel größer erscheinen. Habt Ihr auch die ponte 25 de abril besucht?
    Eure individuellen Begegnungen mit den vielen netten Menschen lässt mich sehr verträumt zurück in die Vergangenheit blicken.

    Viel gespannte Freude weiterhin wünscht Euch B.a.B.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert