… kurz vor der Überquerung der Pyrenäen sitzen wir bei Gewitter in unserem Apartement und schauen zurück und auf die Zahlen. Wir sind jetzt seit 40 Tagen unterwegs und haben davon an 38 Tagen auf dem Fahrrad gefahren. Dabei haben wir 2.000km selbst gestrampelt und zwischen Playa Granada und Almeria, von Cartagena bis Denia und von Sarrion bis Saragossa haben wir uns mit dem spanischen Zug Media Distanza geholfen (insgesamt ca. 270km). Ja und schon ohne der kommenden Gebirgsüberquerung Richtung Frankreich haben wir schon rund 14.500 Höhenmeter bewältigt. Wir sind ziemlich stolz und haben gleichzeitig ein wenig Respekt vor dem, was wir uns nun vorgenommen haben.




Aber was soll´s einfach machen – genauso fangen wir heute an und fahren dirket von San Mateo de Gállego auf die große Gebirgskette zu, die uns noch von Frankreich trennt.

In Ayerbe haben wir uns ein Apartement gemietet, wir werden total herzlich aufgenommen und sind hier gut versorgt. Bei tollem Essen bereiten uns auf den morgigen Tag vor.




Wir sind jetzt schon ganz klar im Vorgebirge, es fehlen nur noch die Kühe und es würde ein wenig an die Alpen erinnern – uns gefällts 😉 wir sind heilfroh, dass wir schon warm und trocken untergebracht sind als das dicke Gewitter und der Regen hier losgeht.
Gut ausgeruht und gut gefrühstückt, herzlich verabschiedet und mit Proviant vershen werden wir in Ayerbe verabschiedet. Jetzt wird es ernst und wir tauchen ein in die Pyrenäen. Wir haben Respekt und irgendwie ist es total verrückt das hier zu erleben.






Wir können uns gar nicht satt sehen an dieser Gebirgsnatur, das viele Wasser, die strotzende Natur, die kräftigen Farben – immerzu müssen wir Fotos machen und natürlich auch diesen Moment nutzen um kurz vom Sattel zu kommen 😉






Der Rio Gallego ist im Moment unser Begleiter um relativ verschont durchs Gebirge zu fahren, er ist gefüllt mit türkisem Wasser, überrascht mit Wasserfällen und Stromschnellen. Am Stausee unserer eigentlichen Route stehen überall „no hay paso para todos“ Schilder. Wie immer fahren wir erstmal weiter (bzw. schieben der Weg ist wirklich schlecht). Irgendwann kommen wir an eine Baustelle. Birgit geht vor und fragt ob wir weiter können. Man redet mit Händen und Füßen. Das Gespräch läuft ungefähr so. „Birgit: Können wir hier fahren? Nein es geht nicht es gab Steinschlag, Birgit: Ach bitte, bitte!!! Nein wir hätten Steinschläge und haben alle Helme und Warnwesten, Birgit: Wir haben auch Helme und Warnwesten, er nimmt Birgit zur Seite und sagt: Ja aber wir haben Funkgeräte und Sprengstoff (zeigt Birgit den Sprengstoff), Birgit: Ach so wir wollten sowieso gerne woanders fahren…“









Heute übernachten wir in einem bekannten Skiort der Pyrenäen in Spanien. Der Ort Jaca war vor langer Zeit die Hauptstadt des ehemaligen Königreiches Aragón (1035 bis 1707) Die Spannung steigt, morgen geht es weiter in die Berge, vielleicht sogar mit Schnee??? 😉
Also, dieser Schreck(Heu)? auf dem Fahrrad ist einfach zu komisch. Nehmt ihr auch noch mehr per Anhalter mit? Ciao= Tante