… kleiner Nachtrag noch mit Bildern zu einem wirklich besonderen Frühstück bei unserem Bed + Breakfast aus San Felice Sul Panaro. Wir wurden mit selbstgemachte Joghurt und liebevoll zusammengestellten Cerialien und regionaltypischen Kuchen und natürlich perfektem Kaffee versorgt.

Als Nächstes steuern wir den hiesigen Bahnhof an, unsere guten Erfahrungen mit der italienischen Regionalbahn wiederholen sich. Tickets ganz einfach per App gebucht und die Räder können voll bepackt in den Zug geschoben werden und die Zugbegleiter sehr hilfsbereit.

So fahren wir nach Bologna und steigen um, damit wir in Vergato unsere Tour im Apennin starten können. Tolle Streckenführung, obwohl die Eurovelo dort offiziell noch in der Entwicklung ist. Die Anstiege sind anstrengend dadurch aber auch die Fahrt sehr kurzweilig. Wir sind abgelenkt von der Anstrengung wieder durch atemberaubende Ausblicke. Das Thema Unterkunft war für heute Abend noch nicht geklärt, hat aber durch Zufall eine schöne Wendung genommen.

Wir erhalten im Nichts 😉 in Badi ein Mini Appartement mit kleiner Terasse und Wahnsinnsausblick über den Stausee Lago di Soviana. Zum Glück haben wir uns vorher (unsere Gastgeberin sagte die Restaurants liegen unten) schon mit Nudeln und Pesto im Supermarkt ausgerüstet, denn der Anstieg zur Unterkunft war enorm, deshalb aber auch der tolle Ausblick.

Wir schlafen wie die Murmeltiere, kein Muks draußen. Am Morgen werden wir durch den Gesang der Amseln geweckt und werfen vorsichtig einen Blick Richtung Sonnenaufgang, der die ganze Berkette rot erleuchten lässt. Wir gemießen noch die Ruhe, bevor wir den Tag mit Mokka Kaffee, Obst und Joghurt beginnen. Schön auch mal wieder eine eigene kleine Küche zu haben.

Gut versorgt mit Getränken und Vorräten starten wir unsere zweite Apennin Etappe. Von Badi bis nach Prato solle es heute gehen. Die Strecke ist anspruchsvoll und anstrengend – aber wir sind fast allein auf der Straße. So können wir ungehindert unser Tempo für die Belastung wählen, jederzeit ohne Stress pausieren und die Ausblicke genießen.

Und diese Ausblicke belohnen einfach für alles!!!!! Nachdem wir über 900 Meter erreicht haben beginnt die wilde Fahrt abwärts, fast 10 Kilometer lang. Mit Softshelljacken uns Handschuhen kommen wir in Pistoia an, hier laufen alles in kurzen Hosen und Kleidern rum 😉

Etwas weiter in Prato, fast ein Vorort von Florenz werden wir übernachten. Den plötzlichen Autowahnsinn und die Lautstärke müssen wir ertsmal verkraften. Jetzt gilt es nicht mehr die Steigung zu schaffen, sondern sich auf der Kreuzung zwischen Autos, LKWs und Motorrollen in den Kreisverkehren durchzusetzen.

Wir finden direkt an der Strecke eine Unterkunft und haben einen schönen „afrikanischen“ Abend in einer sommerlichen italienischen Stadt.

Ein Gedanke zu „Es geht ins nächste Gebirge…

  1. Ach Italien! Ich freue mich da auch schon wieder drauf. Ja, in der Nähe dieser Route war ich im November. Atemberaubende Natur und seeehr hügelig. Gute Weiterfahrt. Ciao = Lily

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