…. oder: die Toscana kennt keine Gnade 😅🚴‍♀️🚴

Von Prato aus geht es entlang dem Arno Richtung Florenz navigiert durch die Eurovelo 7.

Und ganz ehrlich!!!! Viel entspannter kann man in eine solche Metropole nicht hineinradeln.

Ganz langsam nimmt man Kontakt auf mit der Stadt, erst mit den Sportlern joggend, skatend, spazierend entlang des Flusses. Dann entlang großer Marktflächen, der Osterdom wird vorbereitet. So haben wir plötzlich die bekannte Ponte Vecchio vor Augen. Das letzte Mal gesehen im August 2020 menschenleer wegen Corona. Dieses Jahr lebendig und brodelnd aufgrund der vielen Menschen. Sie gehören eben doch dazu.

Dann geht es direkt weiter für uns. Dachten wir doch mit Alpen und Apennin hätten wir die Steigungen hinter uns 😂🚵‍♀️🚵. Weiter geht es in der Toskana und es bleibt genauso, irre Ausblicke brauchen enorme Anstrengung. Aber wir schaffen es, okay die letzten 350m müssen wir dann doch noch schieben und wir sind oben.

Wir übernachten in Montevarchi, betrachten am Abend nach Pizza und Lasagne etwas besorgt das Wetter. Ab übermorgen soll es ein paar Tage regnen und kräftiger Südwind kommt dazu.

Wir können noch bei Sonnenschein in Montevarchi starten. völlig unkomplziert wird in der Hotellobby gepackt und herzlich werden wir verabschiedet.

Und es wird alles wieder völlig anders als erwartet. Zunächst kämpfen wir uns durch weitere Steigungen und Unwegsamkeiten, dann geht es plötzlich schnurgeradeaus auf Schotterwegen am Sentiero della Bonifica (Weg der Landgewinnung) km lang im Grünen von Arezzo bis Chiusi.(Verbindet die Toskana mit Umbrien)

Dieser Weg führt uns von der Süd-Toskana nach Umbrien, aber so weit sind wir heute noch nicht. Ursprünglich sind wir wieder gut vorbereitet, hatten die Unterkunft in Bettolle telefonisch reserviert. Dass dies problematisch werden könnte, war nicht zu erwarten. Es gab zwei gleich klingende Unterkünfte, La Leopoldina und La Leopolda 😉 das Eine in dem wir reservierten war leider geschlossen als wir dort ankamen, deshalb fuhren wir zu dem Anderen, kurz noch einmal sieben Kilometer extra. Wir dachten, wir hätten uns einfach getäuscht. Nach langen sieben Kilometern angekommen (Birgit hatte zwischendurch noch einen „Platten“) sagte man uns, dass wir dort nicht reserviert haben und das andere Hotel irgendwie komische Sachen mache ;-(. Na toll!!! Weiter geht´s mit der Tatsache, dass dieses Hotel selber ausgebucht ist. Man kümmerte sich aber rührend und verständnisvoll darum, dass wir im Ort ein Appartement gebucht bekommen. Im örtlichen Bistro werden wir mit allem anderen versorgt. Der Ort selber besteht übrigens nur aus schrägen Straßen. Alle Autos parken am Hang. Zum Glück geht es morgen erstmal noch eine Weile in dem Naturschutzgebiet am Fluss entlang. Für heute langt es.

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