… heute Morgen ging es gleich wieder weiter mit dem krassen Auf- und Ab. Die Landschaft ist hier so extrem und immer wieder die kleinen alten Dörfer auf den schroffen Felsspitzen.



Wir haben heute echt mental zu kämpfen neben der körperlichen Anstrengung, auch noch der Südwind und der Regen. Aber was soll´s da müssen wir durch. Diese Landschaft hier ist geprägt durch alte Vulkanausbrüche mit tief eingeschnittenen Tälern. Dass die Italiener hier Auto fahren können und sogar große Busse sich um die kleinen Kehren kämpfen wundert uns sehr.





Auch heute sind es die Ausblicke, die uns friedlich stimmen. In Calcata machen wir kurz Pause und haben das Gefühl in einer anderen Welt zu sein. Wie ein Traumschloss aus einem Fantasyfilm liegt das Dorf in dem leichten Nebel, der dem Wetter geschuldet ist.




Wir fahren noch ein gutes Stück weiter bis Castel Giubileo. Es liegt etwa 15km vor Rom. Hier prallt das erste Mal der römische Autoverkehr auf uns ein. Unsere Unterkunft liegt zwischen Schnellstraße und Autobahn. Wir bekommen ein sehr schönes Zimmer und können bei offenem Fenster schlafen so leise ist es. Keine Ahnung was die Autogeräusche abschirmt aber es geht.




Am kommenden Morgen ist alles schnell gepackt und auf geht es nach Rom. Super Fahrradweg am Tiber. Kurz vor Rom nur Sportanlagen, Fußballplätze, Tennisplätze, Reiten u.s.w auf einer Länge von circa fünf Kilometern. Wahrscheinlich ist in der Stadt anderswo kein Platz für diese Aktivitäten denken wir und rollen weiter. Nach dieser entspannten Einfahrt erreichen wir die Innenstadt.





Es gibt unendlich viele Autos, es ist laut und hektisch. Dann ab einem Punkt wird die Fahrradstrecke überarbeitet und es gibt für uns keinen geregelten Weg mehr. Zu den unendlichen Autos kommen jetzt noch unendlich viele Menschen. Der Weg zum Petersdom ist komplett voll.



An jeder Ecke eine Sehenswürdigkeit. Mit unseren bepackten Räder alles sehr, sehr kompliziert. Am Vatikan werden wir sogar abgewiesen „impossible with the Bikes“. Aber wie hätten wir es vor Ostern auch anders erwarten können. Für eine Foto am Petersdom hat es aber dann noch gereicht. Der Tiber fließt so ruhig wie Pudding durch die Stadt und wird immer wieder von pompösen Brücken überquert.


Wir fangen einen bleibenden Eindruck dieser Stadt ein, sehen beeindruckende Gebäude, viele pilgernde Menschen, antike Spuren der Vergangenheit, typischen römischen Straßenverkehr der „Neuzeit“ an den Ampel startend zunächst die vielen ausgelassenen Roller und dann hupende Autos hinterher Busse mit Touristen – Fahrräder eher nicht 😉 fehlt eigentlich nur noch im Hintergrund die italienische Filmmusik.


Wir verlassen Rom auf der Via Appia Antica (und das ist wirklich eine Straße aus antikem Kopfsteinpflaster) und holpern bis zu unserer heutigen Unterkunft.


