… es scheint, der Anblick des Meeres gibt mehr Energie!!!

Wir starten in Terracina nach Sperlonga, alles noch ziemlich entspannt. Denn wir erwarten ziemlich unentspannt den Anstieg danach, weil wir die Küstenstraße als Radfahrer nicht nutzen dürfen, weil es längere Halbtunnelstrecken gibt.

Kurz vor Minturno kommmt es leider zu einem Sturz von Birgit, weil sie auf der Schnellstraße am Rand eines Gulli Deckels hängen geblieben ist. Was soll man sagen, gleich vier Autos sind stehen geblieben, haben Birgit geholfen und dafür gesorgt, dass Ralf, der vorweg war von der Situation per Autohupen und Warnblinker informiert wurde. Alle haben geholfen, das Rad gerichtet, Birgit auf die Beine geholfen und sind erst wieder weitergefahren als wir wieder auf dem Rad saßen….. auf einer extrem stark befahrenen Landstrasse !!!! Danke Italien.

Der nächste Tag hat uns ganz schön betroffen gemacht, wir waren so bedrückt, dass wir an Blog schreiben gar nicht denken konnten. Wir fahren über den Norden nach Neapel an der Küste und kreuzen dort auch die Region Castel Volturno. Es ist etwas anderes über Armut zu lesen und sie direkt zu erleben. Hunde und Katzen nähren sich im Müll und kneifen den Schwanz ein und verschwinden, als hätten wir sie erwischt. Im Nachhinein lesen wir erst bei Wikipedia über die Hintergründe in der Region.

Wir sind sehr nachdenklich, grübeln über Armut, Migration, Mafia, Intergration, Müll, Umwelt und Menschenliebe. So auf dem Fahrrad unterwegs hat man halt nicht nur den Touristenblick.

Ganz anders wieder am heutigen Tag. Nur 50km weiter wieder ist alles schön. Reitschulen, Golfplätze und traumhafte Buchten. Am Ostermontag ist es so voll mit Menschen und die Via Napoli Richtung Neapel ist eine einzige italienische Fanmeile.

Jetzt geht es zum letzten Stück auf dem italienischem Festland. Von Pozzoli nach Neapel. Neapel hat nicht nur einen Vulkan, Neapel ist ein Vulkan. Hier kocht und brodelt alles voller Menschen, die sich vergnügen wollen. La dolce vita!!!!! Und wir sind auf dem Weg zum Fährhafen, mit dem Ticket digital im Gepäck, immer die Schlaglöcher im Blick, Menschen und Autos müssen sich arrangieren. Plötzlich queren Menschen die Straße, man wundert sich und doch ja als wir vorüber fahren sind noch hauchdünne Reste eines Zebrastreifens zu sehen.

Aber es klappt alles irgendwie – man muss sich nur dem Fluss ergeben und jeder muss auf jeden achten. Wir sind aufgeregt, ein weiterer Meilenstein dieser Tour liegt vor uns. Um 17 Uhr schiffen wir ein. Alles klappt wie am Schürchen. Die Fahrräder werden verstaut zwischen bereits geladenen Containern und wir sind Rückzuck in unserer tollen privaten Kabine (Danke Mama 😉

Wir sind auf dem Weg nach Sardinien, es ist kaum zu glauben. Noch ein Smalltalk mit einem Kanadischen Päarchen, das von Sardinien nach Marseille fahren will. Es bringt immer Spaß, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Danach mummeln wir uns ein und um 10 Uhr soll das Schiff in Cagliari auf Sardinien eintreffen.

Ein Gedanke zu „Gibt Meer mehr Energie…

  1. Wie schön wieder von euch zu lesen. Mein Kommentar zu eurer vorherigen Story hab ich wohl vergessen abzuschicken. Da hatte ich geschrieben,wie sehr ich euch bewundere, für die Energie, die ihr aufbringt um diese unfassbar schöne, aber auch manchmal noergelige Natur zu bewältigen. Dann dieser Anblick der kleinen Städte,die so mittelalterlich auf Hügeln thronen. Und eure unverdrossen gute Laune, wenn ihr ein schönes Quartier gefunden habt, und Menschen, die euch wohlgesonnen sind und den Tag verschönern. Wie gut, Birgit, dass du heil davongekommen bist, nach diesem Sturz. Umarmung = Lilly

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