… nach der langen Zeit und den vielen km sicherlich legitim aber auch nicht einfach.
Viele Faktoren haben dazu geführt und unser Bedürfnis die Lage immer zu optimieren hat uns in eine Sackgasse geführt. Der Regen, der Gegenwind, die Erschöpfung und auch die Frage des Rückweges haben uns in eine Endlosschleife gebracht. Die Idee, dann doch nicht nach Hause zu fliegen, sondern mit Zügen, Bussen und eigener Fahrkraft nach Hause zu kommen, war wohl unser größter Fehler.
Was sich zunächst ziemlich genial anfühlte (denn der Flug, Besorgung der Verpackungen für die Fahrräder, abstimmen der Transfers u.s.w. verbaucht ziemlich viel Kraft) wurde aber nun auch zum Zeitfresser der letzten 2 Tage. Wir haben soooo viel gegoogelt, so viel recherchiert und so viel Zeit für hin und her und zurück und nochmal anders verwendet, um eine Idee zu entwickeln, dass es uns genau das genommen hat, warum wir diese Art von Reise überhaupt machen – nämlich Zeit und Freiheit.
Gegen das Wetter können wir nicht viel machen und das ist hier in Spanien wirklich ungewöhnlich im Moment. Die anderen Dinge konnten wir nachdem wir geschlafen hatten und der Kopf wieder frisch war, am nächsten Morgen ganz anders und schnell lösen, zumindest in unseren Köpfen.
Also geht es so weiter:
In Burgos stehen wir bei strömendem Regen am Busbahnhof und hoffen auf einen Transfer nach Salamanca. Es gab jedoch wieder Probleme wegen des Transport unserer Fahrräder, zunächst wurde der dies abgelehnt, es gab Diskussionen über Googel Translate und mit Hilfe von Mitreisenden, ein paar Tränen waren wohl auch nötig – es war den Verantwortlichen wichtig, dass die Fahrräder verpackt sind. Als man uns dann 2 Müllbeutel gab(hä wie soll das gehen) um die Fahrräder zu verpacken, war uns klar dass es hier auch um eine pro Forma Lösung ging. Als wir dann noch unsere Packdecke herausholten und unser guter Wille erkannt wurde, war es dem Busfahrer ein persönliches Bedürfnis, trotz weißem Hemdes beim Verladen der Räder zu helfen. Bei 8 Grad und Starkregen verlassen wir Burgos.



In Salamanca beschließen wir spontan nach Zamora Richtung Norden zu fahren (also eigentlich wieder ein Stück zurück). Mit dem Wissen, der Rest ist geplant, fühlt sich alles schon viel leichter wieder an.
Und prompt haben wir einen tollen 65km Tag an der N 630 (diese führt von Sevilla nach Gijon) auf drei Touren haben wir diese Straße schon genutzt, wir denken es ist die Nationalstraße Spaniens, auf der wir die meisten km jemals verbracht haben. Und wir haben heute keinen Regen!!!! In Zamora kommen wir wieder gut unter und wollen dann morgen einen weiteren großen Sprung mit dem Zug nach Santiago de Compostela machen, wir freuen uns jetzt wieder voranzukommen.






Umso größer die Enttäuschung als wir uns dann am nächsten Morgen am spanischen Fahrkartenschalter das erste Mal die Nasen stoßen. Die Fahrräder dürften von hier aus nur in Kartonverpackung mitgenommen werden. Da nützen dann auch keine Krokodilstränen mehr. Es ist zum Haare raufen, ständig Hindernisse, nichts läuft von selbst und ich glaube ich brauche nicht erwähnen, dass es auch schon wieder regnet und kalt ist es auch. Wir also nochmal zum Busbahnhof, leider auch erfolglos. Für einen privaten Taxi Transport sind es zu viele Kilometer 🙁 wir drehen uns schon wieder im Kreis!!!! Und dabei blitzt am Bahnhof eine Leuchtreklame auf „Enterprise national“. Das ist auch in Hamburg die Autovermietung unseres Vetrauens, wir zucken die Schultern aber ein Versuch ist es Wert.


Ja und da war es wieder „unser Glück“ es war ein VW Bus zufällig vor Ort, den wir dann zufällig günstig mieten konnten, um ihn dann in Santiago de Comostela am Flughafen abzugeben. Na gut, es ist also ein neuer Plan da. Es wird eine atemberaubende Fahrt durch eine mystische, wolkenverhangene Gebirgswelt, zum Glück einfach zu fahren über große Bundesstraßen und Autobahnen bringen wir die 380km hinter uns.









Bevor wir morgen die so berühmte Pilgerkathedrale besuchen um das Szenario rundherum zu beobachten, ruhen wir uns aus von diesem unerwarteten Tag und hoffen sehr, dass wir jetzt bald mal wieder ein paar Tage im Stück Fahrradfahren können.
Das liest sich ja schaurig schön, spannend wie ein Krimi, dauernd passiert etwas und dann kommt wieder das Glück um die Ecke. Aber ihr habt ja das großartige Ende der Reise vor euch, nämlich euren Enkel in die Arme zu schließen. Dann ist alles vergessen und ihr könnt euch etwas erholen für die Rückreise. Ich wünsche euch, dass alles so klappt wie vorbereitet und weiterhin viel Glück. Liebe Grüße 🌞🍀🌻
Hey Ihr tapferen Pilger. Wir sind im Moment in Granada gestrandet. Das ist auch super schön als Stadt und das Umland zum wandern. Wir radeln jetzt immer bis zum Wanderstart und zurück und denken an Euch.
Morgen geht es Richtung Sierra Nevada, mal sehen wie weit wir es mit dem Dickschiff schaffen, dann können wir da übermorgen Geburtstag feiern.
Euch auch eine gute Zeit weiterhin.
Patrick, Paula und Carola
Ach ihr armen Gestressten. Das hört sich nach 2 verlorenen Urlaubstagen an. Nun ja, das echt schöne Wetter ist zur Zeit hier. Aber Janni hat recht. Euch steht nochh eine wunderbare Begegnung bevor. Fühlt euch umarmt von der Tante