… und zwar von 1100m Höhe in Saint-Genes Champanelle abwärts Richtung Clermont- Ferrand.




So schnell haben wir schon lange keine 10km mehr hinter uns gebracht. Lediglich eine riesige Baustelle konnte uns ausbremsen. Eigentlich war die Passabfahrt sogar gesperrt – Umleitungen sind aber leider für Fahrradfahrer sehr verheerend. Aus diesem Grund haben wir einfach gehofft, dass wir als Fahrradfahrer wohlwollend durchgewunken wurden.
In Clermont-Ferrand haben wir die kleinen Gassen und Einkaufsstrassen rund um die Kathedrale schiebend genossen und uns mit Proviant für die Weiterfahrt nach Pont-du-Chateau eingedeckt. Heute haben wir bewusst wenig km eingeplant, damit wir ein wenig ausruhen können und das nicht nur überwiegend aus körperlichen Gründen (die Pässe stecken uns noch in den Knochen), sondern auch der Kälte wegen. Ab morgen soll das Wetter etwas milder werden.



Wir übernachten kurz hinter Clermont-Ferrand in Pont-du-Chateau natürlich passend in einem Chateau.
Der Empfang ist sehr herzlich. Vorwiegend werden hier Seminare, Hochzeiten und ähnliches veranstaltet, aber man kann auch ein Bed-und Breakfast buchen. Das Spannende für uns, die Besitzerin zeigt uns kurz alles und dann sind wir ganz alleine in den riesigen Räumen. So verbringen wir den Abend in diesem Schloss ganz alleine und hoffen auf wärmere Temperaturen, denn so ein Schloss ist auch ganz schön kalt.



Das war ja wohl nix 😉 mit dem milden Wetter, los geht es erstmal mit dicken Nebel und ich brauch es nicht zu erwähnen mit KÄLTE. Aber die Streckenführung war ein Traum!!!!!! Es geht entlang der Allier das erste Mal Richtung Süden.



Nachdem der Nebel sich verzogen hat, war es Bilderbuchradeln am Fluss entlang, an vielen Seen in Naturschutzgebieten. Das haben wir hier nicht erwartet. Wir sind soo dankbar und genießen den Moment, das erste Mal seit langer Zeit ohne Handschuhe.





Einen weiteren Pass erklimmen wir, so langsam mit etwas Routine und trotzdem wieder mit Stolz oben angekommen zu sein. Wir widersetzen uns nicht nur den Steigungen, sondern auch allen anderen Widerständen unser Ziel zu erreichen.




So hatten wir auch wieder eine gesperrte Brücke zu überwinden (siehe oben), ein Naturschutzgebiet zu queren, mit ganz schweren Wegen. Dann unsere Unterkunft für heute Abend zu beziehen, die eigentlich für heute Abend noch nicht geöffnet war und man für uns dann doch noch die Heizkörper anschmeißt weil es drinnen so kalt wie draußen war. Danke, danke für alle, die uns so freundlich begegnen. Ganz besonders danke an den Pizzaofen, des Restaurants fußläufig zu unserer Unterkunft – und das nicht nur wegen der Pizza, sondern auch wegen der Wärme 😉
Ach fast hätten wir es vergessen. Wir haben heute wieder einen kleinen Sprung mit dem Zug gemacht.
Es bot sich wieder an und dadurch sind wir jetzt 50km weiter in Langeac.
Ich habe gleich erstmal meinen Kaminofen angezündet und hätte euch den gern zur Verfügung gestellt. Ach, ihr seid so tapfer. Ich bin vor die Tür gegangen und habe dicke schwarze Wolken und stürmische Boeen (sieht doof aus,das Wort) erlebt. Aber LAUWARM. Ich bin mal wieder bei euch. Ciao 👋