… geht es für uns an der Ostküste Italiens Richtung Süden. Hier liegt eigentlich ein Badeort hinter dem Anderen. Es fühlt sich für uns sehr besonders an weil wir, trotz schon sehr gutem Wetters, in der Vorsaison hier fahren. Es ist alles noch leer und entspannt.



Was wir aber hier besonders genießen ist die Streckenführung der Via Adriatica!!!! Wir haben wirklich schon viele Radweg Netzwerke gesehen und befahren, aber sowas haben wir noch nie erlebt. Seit mindestens 70km werden wir durch ausgeklügelte Fahrradstrecken navigiert, immer an der Küste entlang, immer zweispurig und wenn Brücken nötig sind, dann nur für Radfahrer und Fußgänger.






Am Rande geraten wir noch in den Para cycling Road World Cup. Mega beeindruckend, was hier geleistet wird!!! In Pescara übernachten wir, vorraussichtlich ohne Bahn und Moped Lärm 😉 bestimmt findet sich ne Mücke, die uns ärgert. Wir freuen uns auf morgen!!!!!







Wer spricht schon über Mücken, wenn ab 5 Uhr morgens (!) Rasenmäher, Straßenreinigungsmaschinen und Müllabfuhr aktiv sind 😉 war wieder nichts mit Schlaf und etwas schleppend rüsten wir uns mit leckerem Kaffee und wamen Rührei für die nächste Etappe.



War klar, dass die Strecke wieder ein paar Schwierigkeitgrade für uns Abenteurer bereit hält. Ganz stolz, dass wir es dann irgendwie immer wieder alles schaffen, ist man am Abend dann doch ganz schön erschöpft.


Diesmal sind es wieder Wegsperrungen, die zur einer gesteigerten Abendmüdigkeit führen werden. Wir stehen vor einer Sprerrung einer Unterführung, für die es tatsächlich so gar keine Umfahrungsmöglichkeit gibt. Ralf gerät in den Indiana Jones Modus und rettet uns. Die Räder wurdem von ihm durch das matschige Brackwasser gezerrt und durch einen steilen Pfad wieder auf den normalen Weg gehievt. Die Räder und Ralf waren voll mit dem stinkenden Matsch. Wir mussten nun zusehen, dass wir zumindest Felgen und Bremsen frei bekommen um weiter zu fahren auf dem schönen Greenway am Meer.
Eine weitere Sperrung des Tracks bringt uns von der Küste weg, wir hangeln uns an einem kleinen Fluss entlang. Wir gewinnen Schotter, Mücken, Geccos, Steigung und zwischendurch das Gefühl, dass wir eigentlich zu alt sind für so viel Abenteuer. Etwas anders als geplant kommen wir heute nur bis Vasto. Bei der Einfahrt sind wir total hungrig und gestresst. Es sind die Menschen, die uns begegnen, die auch einen anstrengenden Tag gut ausklingen lassen. Der Inhaber des Sandwichladens mit Tochter, die ein einjähriges Baby auf dem Arm hat und unsere Bedürfnisse von englisch auf italienisch übersetzt, so finden wir 150m weiter ein kleines Hotel und bekommen Bier und Sandwich. Die freundliche Dame an der Rezeption, die so viel Geduld mit uns erschöpften Deutschen hat und der Inhaber der Pizzeria, der auf den Wunsch einer Pizza to go uns erstmal ein Glas Weißwein und Oliven anbot und sich gerne von unserem Abenteuer erzählen und beeindrucken ließ.


So können wir uns dann vor dem Schlafen Gehen doch noch als Helden fühlen, weil wir es einfach mal wieder geschaftt haben, den Tag positiv zu beenden.