… in Gravelines starten wir mit weiteren Maßnahmen, Kapuze und neue Anti-Wind-Brille, um den Nachteilen des Gegenwindes Herr zu werden. Ansonsten sind wir leider maximal genervt und nur der morgige Wetterbericht mit der Ansage, dass der Wind dreht, lässt uns die heutige Fahrt noch als Challenge sehen.

Die Lautstärke, der ständige Kampf aber auch die Isolation auf dem Rad sind anstrengend. Man kann sich unterwegs nicht mal eben ein Wort zuwerfen oder sich gegenseitig auf besondere Dinge aufmerksam machen. Es wird echt Zeit, dass damit Schluss ist.

Und trotzdem ist es besser als die Tage davor, denn es regnet heute nicht. Über Oye Plage fahren wir nach Calais. Entgegen aller Befürchtungen sind wir als Fahrradfahrer sehr komfortabel in die Stadt rein und bis an die Stadtpromenade geführt worden. Eine Passage war effektvoll geschmückt, so dass man durch die Lichteffekte das Gefühl hatte durchs Wasser zu fahren.

Angekommen an der Promenade konnten wir beobachten, dass wir nicht die einzigen „Windgenervten“ waren. Selbst die Möwen kamen nicht mehr voran 😉 und die Kühe legen sich flach auf den Boden.

Nach sportlichen Auf- und Abfahrten landen wir heute Nacht in Audinghen, dort haben wir ein sehr nettes Restaurant gefunden mit einigen Gästezimmern. Das Zimmer war erstaunlich gut, es gab ein extrem leckeres Frühstück präsentiert von einem besonders motivierten jungen Team.

Ja und heute Morgen dann der aufregende Moment!!!!! Stimmen die Wetterprognosen?????

Jaaaa und tatsächlich, der Wind hat gedreht, und sich auch beruhigt!!!!!!!! Wir starten hochmotiviert auf tollen Wegen Richtung Bologne-Sur-Mer. Heute ist es das, was diese Touren ausmacht. Man kann wenn es seicht bergab geht auch mal rollen lassen, man kann stehenbleiben und gucken, man kann sich unterhalten und für uns mit das Wichtigste man kann die Ruhe der Natur genießen.

Es ist einfach toll und sehr befriedigend. Unsere inzwischen große Erfahrung hat uns geholfen die wirklich nicht schöne letzte Woche durchzuhalten.

Wir fahren heut nur knapp 40km und übernachten in Neufchâtel-Hardelot in einem sehr schönen Hotel mitten in einem Park. Wir kennen diesen Ort schon von einer früheren Tour. Ach so, morgen sind das Wetter und der Wind auch wieder gut, sagt zumindest die Wetter APP 😉

2 Gedanken zu „Mit Blick auf den Ärmelkanal…

  1. Endlich am Meer. Also jetzt so richtig.

    Die salzige Luft. Der Wind auf der Haut. Dieses tiefe Durchatmen, das nicht nur die Lungen erreicht, sondern irgendwo ganz tief innen ankommt. Dieses besondere Gefühl von Freiheit – spürt man direkt durch die Fotos hindurch. Ich freue mich so sehr für euch.

    Tochter

  2. Ps. Ah wobei.. Wind auf der Haut ist nach den letzten Tagen vielleicht gar nicht mal mehr so romantisch für euch Radfahrer 😂

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