… die ganze Zeit erwünscht und nun ist sie das, mit aller Wucht.

Wir haben dennoch Lust weiterzufahren, der Pausetag hat sich gelohnt – wir sind bereit!!! Und zwar sogar am frühen Morgen. Die Luft war noch mild so um die 20 Grad und wir verlassen unsere kleine Strandbucht durch schöne Dünenlandschaften.

Weiter geht es dann auf einem breiten Seitenstreifen entlang einer Bundesstraße. Die Hitze lässt sich nicht mehr wegleugnen, aber wir gehen gut damit um. Immer wieder suchen wir Kernschatten, schütten Wasser in uns und über uns. So kommen wir trotz über 30 Grad in Jullouville an.

Der Mont Saint Michel ist von hier aus noch nicht zu sehen, weil eine kleine Landzunge uns den Blick versperrt aber der Ausblick ist mit dem breiten Sandstrand ist wirklich wunderschön. Morgen geht es dann weiter Richtung Bretagne, wir freuen uns schon auf Galette und Cidre 😉

Ja und heute ging es wirklich heiß her. Auf dem Weg nach Ducey kurz hinter Avranches erreichen wir die 40 Grad Marke. Wir weichen aus auf die Küstenstrecke, die zwar länger ist, aber Hoffnung auf mehr Schatten am Wegesrand macht. Als Belohnung bekommen wir dafür schon heute von Weiten den Mont Saint Michel zu sehen. Ein Paar, das mit einem alten VW Bus unterwegs ist, hielt extra an, um uns den Tipp zu geben, doch 300m zu einem Aussichtspunkt entgegen unserer Fahrtrichtung aufzusuchen.

Während wir uns durch die heiße Luft (kommen uns schon vor wie in einer Heißluftfritteuse) vorwärtsradeln, beobachten wir auch die Tiere, die vor der Hitze Schutz suchen. Eine Herde Schafe eng eng gedrückt am Zaun unter einem Baum, die Kühe bwegen sich kaum und sind entweder an ihrer Wasserstelle oder unter den Bäumen, liegend. Während einer Pause gesellt sich ein streunender hechelder Hund zu uns, dem wir eine alte Keksschachtel mit Wasser kredenzen, die ruckzuck leer war.

Genauso sorgsam war eine Autofahrerin dann widerum mit uns, die uns fahren sah, stoppte und meinte, wir sollen auf jeden Fall erstmal Pause machen in der Mittagshitze, 300m weiter wäre ein klimatisierter „Burger King“, dort könnten wir uns abkühlen und unserer Wasserreserven auffüllen. Das hat uns etwas gerettet heute, auch der menschliche Zug hat uns so gerührt, dass sie sich dafür interessiert hat, was mit uns ist.

Die letzten 4 km waren dennoch eine Grenzerfahrung, 500m weise kämpfen wir uns von Baumschatten zu Hausschatten bis wir endliche in Ducey ankommen. Wir haben sooo lange geduscht und soooo viel getrunken, was müssen wir geschwitzt haben und das ging immer noch weiter so, bis dann nach dem Abendessen ein erlösendes Gewitter, etwas Abkühlung bringt.

Wir fuhren heute nur knapp 40km und wir sind um kurz vor vier schon in unser Unterkunft, haben immerhin sechs Liter Wasser verbraucht auf der Fahrt.

2 Gedanken zu „Jetzt haben wir die Hitze …

  1. Wunderschöne Bilder wieder. So krass, das ihr bei der Hitze so weit fahrt! Ich bin hier so schlapp hier bei dem Wetter. 😉

    Schön diese Momente der Menschlichkeit und Tierliebe.
    Passt gut auf euch auf.

    Liebe Grüße
    Bettina

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