in unserem Motel haben wir wunderbar genächtigt. Auf dem Hinweg haben wir schon gesehen, dass es hier in ST Leonard den grössten natürlichen unterirdischen See gibt.

Wir sind mit acht weiteren Touristen die ersten, die sich diesen See zeigen lassen wollen. Unsere wichtigsten Habseligkeiten nehmen wir mit, schließen Räder und Gepäck an und lassen uns für eine halbe Stunde in diese Unterwelt entführen. Dieser unterirdische See entstand durch Grundwasser und durch Regenwasser, das durch Schächte in diese Grotte läuft. Faszinierend war die absolute Stille, die dort herrschte. Ein junger Student erzählte uns sehr unterhaltsam die Hintergründe dieses besonderen Ortes.

( nachlesen? https://de.wikipedia.org/wiki/Lac_Souterrain_de_Saint-L%C3%A9onard )

Ob es die Regenbogenforellen, die eigens zur Reinheitskontrolle des Wassers in dieser Grotte gehalten werden. Sie müssen von Menschenhand gefüttert werden, weil es dort keine anderen anderen Lebewesen im Wasser gibt. (artgerechte Haltung???)

Ein bisschen Lightshow und beeindruckende Bilder, und ganz merkwürdig – als wir nach 35 Minuten aus der Höhle heraus kamen, hatten wir beide das Gefühl, dass unsere System wieder hochgefahren wurden. Wir waren kurzzeitig in einem nicht beschreibbaren Zustand… alle Sinne mussten sich kurzzeitig neu sortieren.

Nun ging es aber weiter. Heute gab es noch kein festes Ziel, wir hatten groß Montreux im Auge. Aber irgendwie lief heute alles krumm. Zuerst fanden wir unseren Weg nicht. Es gab einen schönen glatten Radweg, einen schnellen Weg an der Landstrasse, und eine sch… Weg zwischen der Rhone und der Bahntrasse. Wo waren wir wohl? Dieser Zunächst ganz passable Forstweg veränderte sich zu einem schlechten Forstweg (große Steine, tiefe Löcher) zu einem durchschnittlichen Wanderweg. Dies bescherte uns eine lange Schiebestrecke. Nachdem wir den richtigen Radwanderweg aufatmend wiederfanden, mussten wir leider feststellen, dass sich nun dieser auch planmäßig und unausweichbar verschlechterte. Dies brachten mir dann noch einen Ast in die Kette und einen einen Wespenstich ein.

Alles kein Problem, vor der Amputation bewahrt ging es weiter und zwar im Verlieren der Strecke. Wir geben auf und fahren nach Sonnenstand. Vorbei an endlosen Obstplantagen (Birnen, Aprikosen, Äpfel, Trauben, Erdbeeren….) Der Geruch von Obst und Gemüse begleitet uns….

Wieder Streckenabweichung, weil die vergangenen Stürme und Regenschauer auch hier Schaden angerichtet haben und viele Radwege nicht mehr nutzbar sind.

Montreux war nicht mehr erreichbar, weil jetzt auch noch extremer Gegenwind hinzu kommt. Und Wind kennen wir eigentlich. Der Wind kam in Anlauf nehmend direkt von Vorne. Wir verrückt, wenn du eigentlich stark bergab fährst und dennoch toten musst um voran zu kommen, weil der Wind dich so bremst.

Gegen 17.30 erreichen wir Saint Maurice. Sehr schön gelegen aber wir sind heute zu erschöpft um das noch richtig wahrzunehmen. Etwas skeptisch betrachtet von einigen wenigen Menschen wie wir verwirrt im Ort herumschieben um eine Unterkunft zu finden. Immer noch innerlich empört über die Schweizer Preise, finden wir etwas und genießen den Abend mit einer riesigen Portion Rösti, von der wir uns schamlos den nicht geschafften Teil in unsere Essensdosen füllen. Mal sehen wo wir uns morgen daran erfreuen.

Ein Gedanke zu „Absolute Stille und tosender Wind….

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