kaum 10km hinter Grenze verstehen wir gar nichts mehr. (Respekt an unsere Japanreisenden) Nichts kann man mehr ableiten. Das Tschechische ist völlig anders und Deutsch und Englisch auch in Grenznähe nicht mehr selbstverständlich. Weil ich in Pirnau schon in Sorge war, hat uns der dortige Tschechische Kellner sogar seine private Handynummer gegeben, falls wir IMG_3065sprachliche oder sonstige Hilfe brauchen. Er hat uns in Decin auch gleich ein Hotel empfohlen. So war die Unsicherheit schon einmal geklärt. (20km nach der „Grenze“) Jetzt brauchen wir nur noch ein paar Tschechische Kronen. Gegenüber des Hotels gibt es eine Wechselstube. Rechts- und links geschlossene Geschäfte, in der Mitte eine halb geöffnete Eingangstür. Also durch den dunklen Hausflur an deren Ende ein leuchtender Pfeil, Marke Reeperbahn. Die nächste Tür öffnete sich und wir befinden uns in einem Wettbüro mit angeschlossenenm Boxclub. Es riecht nach kaltem Rauch, vermischt mit Leder. Die stark geschminkte Dame am Schalter sah uns fragend an. Ohne Widerstand konnten wir das Wechselbüro erfolgreich mit Kronen verlassen 😉

IMG_3072Nett war unser Abendessen direkt an der Elbe. Der Aufbau entsprach dem eines Schiffes, alles sehr geschmackvoll eingerichtet. Die erste Frage war, „möchten Sie rauchen“ wir schauten fragend zurück….aber es ist hier selbstverständlich, dass in den Restaurants geraucht wird. Wir essen, eine Knödelsuppe, einen IMG_3070großen Salat mit Ziegenkäse, einmal Spagettie Bolognese, 2 Bier, 2 Gläser Rotwein, danach Espresso – megalecker und zusammen 540 Kronen = 19,42 €…….(ohne Kommentar?!?)

Am nächasten Morgen ziehen wir unseren „Bahnjoker“ das Wetter ist wirklich zu schlecht. Um unsere Gesamt km Leistung zu schaffen, war dies sowieso nötig, also jetzt bei Kälte und Regen ab nach Prag mit der Bahn. Das Loft von Angelo und Blanka war schnell für 2 Nächte über Airbnb gebucht. Innerhalb von 10 Minuten hatten wir die herzliche Rückmail auf unsere spontane Anfrage um 21 Uhr. Wir sind willkommen. In Prag ist die Verständigung dann wohl doch etwas internationaler. Endlich mal wieder selbstversorgt und 2 Nächte in einem Bett 🙂 Und eine Waschmaschine, wir können uns rüsten für die nächste Etappe.

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