… aus dem Industriebereich Valencias machen wir uns auf in Richtung Innenstadt.

Wir sind wieder einmal begeistert, von der Streckenführung der Eurovelo durch große Städte. Nach Madrid und Sevilla ist Valencia die drittgrößte Stadt Spaniens und bei unserer Einfahrt hat man das Gefühl, alles ist nur auf Radfahrer abgestimmt. Es ist die Stadt der Paella und zeichnet sich aus durch die wilde Kombination aus alter und neuer Architektur.

Das Los von uns Radreisenden ist natürlich an solchen Orten immer, dass man nicht spontan auf Städtereisen umschalten kann, deshalb bleiben unsere Highlights: Der Blick auf den Hafen von Valencia und der riesige Stadtstrand und die Ciutat de les Arts i les Ciències mit ihrem riesigen Park. Als Stadt der Künste und Wissenschaften ist dieses Gebäude und die riesige Parkanlage drumherum DAS Wahrzeichen Valencias.

Zur alten Kathedrale hat uns die Strecke allerdings nicht geführt. Das haben wir dann nicht eigenständig nachgeholt, weil das Fahrradfahren heute am 1. Maifeiertag sich tatsächlich etwas gefährlich gestaltet, aufgrund der vielen Ausflugsradfahrer. So sind wir doch froh als es langsam raus aus der Stadt ging. Auch hier gibt es wieder viele Hochhäuser – so viele Hochhäuser wie in Spanien sind uns sonst noch nirgends aufgefallen.

Auf langen Radwegen geht es nun Richtung Nordwesten auf langen und breiten Radwegen weiter. Das werden ersteinmal unsere letzten flachen Strecken werden. Wir treffen auf die ersten Zeichen unserer neuen Etappe, den Via Verde Ojos Negro, der uns auf alten Eisenbahntrassen Richtung Saragossa bringen wird. Diese Eisenbahntrassen werden uns hoffentlich wieder mit moderater Steigung über 1.000 Höhenmeter bringen.

So fahren wir wie 2 alte Dampflocks gleichmäßig und beständig nach und nach von Valencia ins Landesinnere über Sagunto nach Alfara und übernachten dort in einem sehr persönlich geführten kleinen Gasthaus. Wir werden vom Inhaber persönlich bekocht und genießen seine Ideen zur spanischen Küche. Gambas mit Radieschen (und weitere drei Gänge), Misteln und Zaubertrank (Zitrone, Kräuter und Wasser) zum Frühstück. Mit neuen Ideen für die Küche zu Hause und viel Motivation für den jungen Inhaber (gibt auf jeden Fall eine 5 Sterne Bewertung), ziehen wir am nächsten Morgen weiter – wieder auf die alte Eisenbahntrasse.

Die bietet uns außer Anstrengung wieder außergewöhnliche und jeden Tag andere Ausblicke, lange Tunnel mit und ohne Beleuchtung, Brücken und Fernblick mit azurblauem Himmel und Schäfchenwolken.

Es ist kühl und Wind kommt auf und die Übernachtungsmöglichkeiten sind dünn verteilt. Es bleibt nur die Möglichkeit nach Barracas zu fahrem und dann noch 6km mit Gegenwind von der Strecke abzuweichen und nach el Toro zu fahren ( heißt mogren wieder 6km zurück zur Strecke ;-( unsere Hotelbuchung haben wir von unterwegs per SMS vereinbart und wir wissen nicht genau, was auf uns zu kommt. El Toro hat etwa 200 Eiwohner.

Wieder sind wir ganz glücklich über die unkomplizierte Kommunikation, besonders als wir schwer erschöpft und müde unser Zimmer zugewiesen bekamen, das ein riesiges dickes komfortables Bett enthielt.

Das originelle und leckere Abendessen hat diesen Aufenthalt noch gekrönt. Trotzdem kommt Birgit am nächsten Morgen nicht so wirklich in Schwung und vergisst sogar noch ihre Regenjacke im Hotel. Zum Glück war der Wind so eisig, dass wir die Jacken bei KM 3 anziehen wollten. Ralf war der Held des Tages und hat sie abgeholt und war die Strecke ohne Gepäck ruckzuck wieder hin- und zurückgefahren.

Nun geht es weiter auf der Bahntrasse!!!!

Ein Gedanke zu „Raus aus der Stadt …

  1. Großartig Eure Kondition und die stabile Gesundheit. Ich verfolge Euch jeden Tag auf der Landkarte und bewundere Euch. Wünsche weiterhin schöne Erlebnisse, gute Unterkünfte und überaus freundliche Menschen.
    Eure Birgit aus Berlin

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