… wird hier angebaut. In Chivasso starten wir auf der Eurovelo 8/ Poradweg Richtung Trino. Sehr idyllisch schieben wir aus Chivasso raus. Es ist gerade Markt und zwar Markt ohne Lebensmittel aber mit allem anderen. Wir sind die einzigen Touristen und fallen auf, alle sind interessiert und fragen woher wir kommen und wohin es geht und die besten Wünsche begleiten uns.

Unfassbar, dass manche Streckenabschnitte als Fahrradweg ausgelobt sind. Der Schotter ist teilweise so stark, dass wir schieben müssen. So hat man noch mehr Zeit die Landschaft zu betrachten.

Um uns herum sind ohne Ende Reisfelder und unter uns ohne Ende Schotter 😉 aber zunächst zum Thema Reis. Das haben wir jetzt nicht vermutet. Wenn man an Italien denkt doch eher an Nudeln und Pizza – aber Italien ist tatsächlich der größte Reisproduzent Europas. Um die 50% der Reisproduktion Europas kommt aus Italien und davon 90% aus der Poebene, die wir ja gerade durchfahren.

Ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem und das Schmelzwasser vom Mont Blanc und Monte Rosa machen es diesem Gebiet möglich die Felder zum richtigen Zeitpunkt zu befluten. (Für ein Kilogramm Reis werden etwa 3.000 bis 10.000 Liter Wasser benötigt) Sobald die Saat gekeimt hat werden die Felder trockengelegt. Also steht auf jeden Fall in den nächsten Tagen ein ordenliches Risotto auf dem Plan.

Kommen wir zurück zum Schotter, der es uns teilweise unmöglich macht mit den bepackten Rädern zu fahren. Das Risiko und die Belastung für die Fahrräder sind einfach zu groß. So wird aber auch unsere Streckenplanung unkalkulierbar, weil wir nicht wissen ob und wann wir zügig fahren können oder notgedrungen wandern müssen.

Weiter geht es auf unwegsamen Strecken, erneut setzen wir uns über Sperrungen hinweg und mogeln uns so durch, weil es keine andere Möglichkeit gibt. So erreichen wir Casale Monferrato, eine kleine Stadt mit ganz vielen beeindruckenden Gebäuden.

Wir hatten keine Lust mehr auf schottrige Wege, deshalb haben wir uns spontan in Casale Monferrato einen Track überlegt, der uns dann auf Landstraßen weiterführen sollte. Wir stellten uns schon auf viel Verkehr für den Rest des Tages ein und wechselten die Seite des Flusses Po und fuhren auf der Südseite weiter.

Unser Navi zeigte unvermittelt auch auf dieser Seite des Flusses eine Eurovelo 8 an ???? Perfekt ausgebaut, auf Deichen mit wunderbarem Blick auf die Umgebung, ist das wie ein Wunder für unsere geschotterte Seele. So kommen wir entspannt und rechtzeitig in Monte bei Valenca an. Klar der Name ist Programm und einen kleinen Anstieg hält Monte für uns bereit. Aber das ist ja keine Problem mehr für uns 😉

Wir landen in einer Kombination aus Schwimmbad, Feriendorf, Campingplatz, Zoo und Hotel. In der Vorsaison perfekt und heute können wir hier das so wichtige Risotto probieren. Sooo lecker mit regionalem Käse, Haselnüssen und regionalen Wein gibt es auch dazu….

Ein Gedanke zu „Alles für das Risotto …

  1. Wow, was ihr alles so erlebt! Wieder eine krasse Reise. Toll, das wir daran so Teil haben dürfen. 😀
    Ich wußte nicht, das in Italien so viel Reis angebaut wird. Man lernt nie aus. 😉

    Hier läuft alles gut.

    Liebe Grüße
    Bettina

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